Technische Dienstleistungen
Dreidimensionale Visualisierung von Schadstofffahnen
Stuttgart Feuerbach
Die Ausbreitung von Schadstofffahnen ist, insbesondere bei Beteiligung mehrerer Grundwasserstockwerke, ein abstraktes Thema. Darstellungen sind in der Regel zweidimensional bzw. beziehen sich auf ein separates Grundwasserstockwerk. Schwierig wird es insbesondere, wenn Austauschvorgänge zwischen verschiedenen Stockwerken nachvollzogen werden sollen.
Das EU-Projekt MAGIC beinhaltete eine integrale Grundwasseruntersuchung in Stuttgart-Feuerbach, bei der der Verlauf verschiedener LHKW-Schadstofffahnen mittels eines Transportmodells nachgebildet und simuliert wurde. Unsere Aufgabe war es, die Ausbreitung von Schadstofffahnen dreidimensional darzustellen.
Hierzu wurden für eine einzelne Schadstofffahne im nordwestlichen Projektgebiet die Daten aus dem Grundwassermodell verwendet. Sie zieht sich, ausgehend vom mittleren Gipshorizont, über insgesamt vier Grundwasserstockwerke bis in die Grundgipsschichten.
Realisiert wurden folgende Darstellungsarten:
- Abbildung 1 und Animation 1: semi-dreidimensional:
Die Darstellung zeigt die Oberkanten der fünf Grundwasserstockwerke als im Raum schwebende Ebenen, auf die die Schadstoffkonzentrationsverteilungen projeziert sind. Ein darübergelegter Stadtplan bzw. eine durchgehende Bohrung (MB 8) dienen der Orientierung. Man sieht wie die Fahne, ausgehend vom Schadensherd im MGH (mittlerer Gipshorizont), ihren Anfang nimmt und sich vertikal bis in die Grundgipsschichten fortsetzt. Je nach Stockwerk hat die Fahne einen unterschiedlichen Verlauf, im MGH ist sie unterbrochen.
- Abbildung 2 und Animation 2: dreidimensionale Schadstofffahne
Die Darstellung zeigt den dreidimensionalen Volumenkörper der Schadstofffahne mit den Oberkanten DRM (Dunkelrote Mergel) und GGS (Grundgipsschichten). Der Schadensherd sitzt im MGH und pflanzt sich von dort nach unten hin fort. Die Unterbrechung im MGH resultiert aus einem Ab- und Wiederauftauchen kontaminierter Wassermassen. Ursache ist ein auf den MGH begrenzter Betrieb von Sanierungsbrunnen in Kombination mit vertikalen Austauschvorgängen zwischen den Grundwasserleitern.
- Abbildung 3 und Animation 3: dreidimensionale Schadstofffahne
Die Darstellung zeigt die unterschiedliche laterale Ausbreitung der Schadstofffahne in den fünf Grundwasserstockwerken. So sind im MGH (mittlerer Gipshorizont) und BH (Bochinger Horizont) „Abzweige“ nach Norden erkennbar (1); im untersten Stockwerk ist die Fahne im Bereich des Schadensherdes breiter (2) und erstreckt sich bis in den äußersten Südosten (3). Die Animation zeigt zunächst die Aufsicht von oben, mit nach und nach Einblendung der Oberkante Grundgipsschichten (GGS) in blau und Oberkante Dunkelroten Mergel (DRM) in rot. Erst durch die langsame Drehung in eine seitliche Ansicht erschließt sich dem Betrachter das unterschiedliche Ausbreitungsverhalten in den verschiedenen Stockwerken.
Fingerprinting von Mineralölverunreinigungen
OVG Bremen
Im Auftrag des Oberverwaltungsgerichtes Bremen erstellten wir im Zeitraum 2005/2006 ein Sachverständigengutachten zur Schadenscharakterisierung und Altersabschätzung von Untergrundverunreinigungen im Bereich eines ehemaligen Mineralöllagers.
Vergaserkraftstoffe und Mitteldestillate konnten identifiziert, einzelne Schadensbereiche abgegrenzt und für diese jeweils Zeiträume des mutmaßlichen Schadenseintritts abgeschätzt werden.
Fortschreibung der Erfassung Altlastverdächtiger Flächen
Landkreis Heilbronn
Durchführung der Informationsermittlung, Bewertung und Dokumentation von Altlastverdächtigen Flächen für einen Teilbereich des Landkreises Heilbronn, in einer Arbeitsgemeinschaft mit den Büros Geocon Stuttgart und d-plan Karlsruhe-Lörrach.
- Durchführung der Erhebung im Zeitraum 2007-2008
- Gesamtauftragsumfang ca. 125.000 Euro
Fortschreibung der Erfassung Altlastverdächtiger Flächen
Landkreis Main-Tauber
Durchführung der Informationsermittlung, Bewertung und Dokumentation von Altlastverdächtigen Flächen für einen Teilbereich des Main-Tauber-Kreises, in einer Arbeitsgemeinschaft mit den Büros CDM Consult und UW Umweltwirtschaft GmbH.
- Durchführung der Erhebung im Zeitraum 2008–2009
- Gesamtauftragsumfang ca. 125.000 Euro
